Andalusien als Vorbild
Das mittelalterliche Andalusien als Modell für die religiöse Koexistenz?

Termin
Fr. 22.05.2026, 20:15 Uhr
Beschreibung
Idealisieren wir das mittelalterliche Andalusien unter muslimischer Herrschaft als ein verlorenes Paradies, wenn wir es als Vorbild für das heutige Zusammenleben verstehen, als ein Modell für das respektvolle Miteinander verschiedener ethnischer und religiöser Gruppen? Andalusien sei „ein Modell für die Koexistenz der Völker“, formulierte Edward Said in seiner Dankesrede für den Prinz-von-Asturien-Preis, den er 2002 gemeinsam mit Daniel Barenboim im spanischen Oviedo verliehen bekam. Der Vortrag von Dag Nikolaus Hasse argumentiert, ausgehend von Edward Said, dass Koexistenz im alten Andalusien kein anachronistischer Mythos ist und demonstriert dies anhand der drei Themen Eroberung, Diskriminierung und Alltagskultur. Er stützt sich auf neuere Forschungen zur Kultur multiethnischer Städte in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten, um jene Aspekte der Vergangenheit zu beleuchten, die als Modelle für multiethnische Städte der Zukunft dienen können.
Ein Vortrag von Prof. Dr. Dag Nikolaus Hasse (Institut für Philosophie, Universität Würzburg) im Rahmen des Studium Generale - der Eintritt ist frei.
Veranstaltungsort
Universität Freiburg - Kollegiengebäude I - Hörsaal 1015
Veranstalter
Extern
